Rainmaker's Nachtleuchtende Wolken


Wie kann man Leuchtende Nachtwolken beobachten?

Die Saison für NLCs geht von etwa Mitte Mai bis Mitte August. Während dieser Zeit lassen sich die Wolken, an ca.10 -12 Tagen, am Ende der Abenddämmerung bzw. Beginn der Morgendämmerung beobachten. Von diesen Beobachtungstagen muß man aber noch den Anteil der bewölkten Tage abziehen, so daß in manchem Jahr nur recht wenige Tage übrig bleiben an denen tatsächlich diese besonderen Wolken beobachtet werden können.

Vorteilhaft ist ein Beobachtungsplatz mit freiem Blick von Nordwesten bis Nordosten, vorzugsweise an einem Hang oder auf einem Berg. So kann man auch sehr tiefliegende NLCs beobachten. Bitte besuchen sie ihren Beobachtungsplatz zuvor bei Tageslicht, dies erspart nicht nur Probleme bei der Anfahrt, sondern auch leidige Erfahrungen mit Nutztieren oder deren Hinterlassenschaften.

Eine besondere technische Ausrüstung wird nicht benötigt, ein Fernglas ist aber manchmal hilfreich bei der Beobachtung sehr schwacher NLC, bzw. bei der Unterscheidung von durch Lichtverschmutzung erleuchteten Wolken und NLC

 

Die Wolken erscheinen nicht immer gleichartig. Nach der Einteilung der WMO (World Meteorological Organization) werden fünf verschiedene Typen unterschieden:

NLC-Typ 1

Typ I. :Schleier, sehr zarte, nicht exakt definierte Strukturen, oft als Hintergrund in anderen Formen

NLC-Typ 2

Typ II. :Bänder, lange Streifen, oft in ungefähr parallelen Gruppen

- IIa: Bänder mit diffusen Kanten

- IIb: Bänder mit scharfen Kanten

NLC-Typ 3

Typ III. :Wellen, eng zusammenliegende, parallele, kurze Streifen

- IIIa: kurze, gerade, und enge Streifen

- IIIb: Wellenstrukturen mit mehreren Wellen

NLC-Typ 4

Typ IV. :Wirbel, teilweise unterbrochene, aber auch ganze Ringe mit dunklem Zentrum

- IVa: Wirbel mit kleinem Radius (0,1°...0,5°)

- IVb: einfache Bögen mit Radius 3°...5°

- IVc: grössere Wirbel

Komplexe Strukturen

- Typ O: Formen, die sich nicht in Typen I - IV einordnen lassen

- Typ S: Nachtleuchtende Wolken mit hellen "Knoten"

- Typ P: Wellen, die ein Band kreuzen

- Typ V: netzartige Struktur

 Weiterhin lassen sich Nachtleuchtende Wolken nach einer fünfstufigen Skala in ihrer Helligkeit einteilen:

1. sehr schwach, kaum sichtbar gegen den Dämmerungshimmel

2. sicher erkennbar, aber geringe Helligkeit

3. deutlich sichtbar, hebt sich deutlich vom Dämmerungshimmel ab

4. sehr hell, auch für den zufälligen Beobachter auffällig

5. extrem hell, beleuchtet wahrnehmbar Gegenstände der Umgebung


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