Rainmaker's Nachtleuchtende Wolken


Wie kann man Nachtleuchtende Wolken fotografieren?

Zur Fotografie benötigt man eine Kamera die Belichtungszeiten von mindestens 5 Sekunden unterstützt. Analoge Kameras eignen sich hier genauso wie digitale. Wobei Digitalkameras den unschätzbaren Vorteil der sofortigen Bildkontrolle besitzen. Die Empfindlichkeit des Films bzw. der Kamera sollte zwischen 100 und 400 ISO liegen. Bietet eine Digitalkamera die Möglichkeit der Rauschunterdrückung durch Darkframeabzug, so kann man davon Gebrauch machen, auch wenn sich die Aufnahmedauer dadurch verdoppelt. Bei einigen älteren Kameras scheint aber der Abzug eines Dunkelbildes das Rauschen deutlich zu verstärken. In diesem Fall ist die Maskierung der Hotpixel ein einfacher Weg die störenden Pixelfehler zu beseitigen. Eine Rauschunderdrückung, durch eine egal wie geartete Weichzeichnung der Kamerasoftware, sollte unbedingt abgeschaltet werden, da sie Verluste an Bildinformation erzeugt.

Wichtigstes Utensil neben der Kamera ist ein ausreichend steifes Stativ, denn alle Belichtungszeiten liegen deutlich jenseits des zehntelsekunden Bereichs und sind damit nicht mehr freihändig auszuführen. Um die Aufnahme nicht zu verwackeln sollte die Kamera mittels Selbst- oder Fernauslöser ausgelöst werden.

Sehr vorteilhaft sind lichtstarke Objektive von 20 -135mm Brennweite (Kleinbildäquivalent). Leider sind sie oft nicht perfekt korrigiert oder besitzen eine nicht unerhebliche Vigenttierung (Eckenabschattung), dann ist das Abblenden um ein bis zwei Blendenstufen zu empfehlen. Lichtschwächere Objektive als 1:5,6 sollte man aber nur in Ausnahmefällen verwenden, da die Belichtungszeiten dadurch häufig einfach zu lang werden. Die Wolkenstrukturen verwischen dann aufgrund der Eigenbewegung und die Sterne werden duch die Erdrotation als Striche abgebildet.

Wer Interesse an Panoramaaufnahmen hat kann diese natürlich auch an NLCs durchführen. Empfehlenswert ist dann ein (leider recht teurer) Panoramaadapter (kein einfacher Panoramakopf eine Fotostativs) und eine vernünftige Panoramasoftware. Zur Not geht es aber auch ohne Panoramaadapter, Objekte im Vordergrund sollten sich aber nicht zu nah an der Kamera befinden, da sonst störende Parallaxenfehler auftreten. Wichtig ist auch die genaue waagerechte Ausrichtung der Kamera um schiefe Panoramen zu verhindern welche sich nur durch viel Beschnitt wieder ins Lot bringen lassen.

Leider sind viele günstigen Panoramaprogramme nur recht begrenzt einsetzbar, da sie nicht die sehr kontrastschwachen Bilder nicht richtig miteinander verbinden können. Ich empfehle dringend erst mit einfachen Tageslichtaufnahme zu üben. Auch sollte man in diesem Fall besser den internen Darkframeabzug der Kamera deaktivieren, da sonst die Abstände zwischen zwei Aufnahmen leicht zu groß werden und die Panoramasoftware die sich überlappenden Bildbereiche nicht mehr sauber verbinden kann.

Auch einfache Zeitrafferaufnahmen lassen sich leicht erstellen. Man benötigt hierzu eine Videokamera mit Langzeitbelichtungsfunktion, oder besser weil rauschärmer und von höherer Auflösung, eine Digitalkamera mit progammierbarem Intervallauslöser. Belichtet man ein Bild alle 10 bis 30 Sekunden lassen sich recht eindrucksvolle Zeitrafferaufnahmen erstellen.


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